Das Energieteam treibt die Energiewende voran

Neben den bereits realisierten Energieprojekten im Freibad mit einer CO2-Einsparung von 90% und der Installation einer PV-Anlage im Klärwerk will das Energieteam die Energiewende in Mindelheim weiter vorantreiben.

Aus diesem Grund organisierte das Energieteam im Juli eine Informationsfahrt zur Firma Alois Müller nach Ungerhausen. Unter anderem nahmen Bauhofleiter Helmut Huber und Hermann Schröther (Leiter des Sachgebiets Hochbau) teil. Die Teilnehmer informierten sich in Hinblick auf die Errichtung des neuen Bauhofgeländes über die aktuellste Technik der Energieversorgung. Am Hauptstandort der Firma Alois Müller in Ungerhausen befindet sich mit der Green Factory das größte nahezu energieautarke Produktions- und Bürogebäude der Welt. „Es hat Symbolcharakter in Sachen Energieeffizienz sowie Nachhaltigkeit und steht beispielhaft für eine gelebte Energiewende“, so Roland Ahne, Leiter des Energieteams.

Das Energieteam lud Anfang August außerdem den Bund Naturschutz, Ortsgruppe Mindelheim, vertreten durch Frederik Schüttler, ein. Der Bund Naturschutz Bayern empfiehlt in seinem neuesten Positionspapier von Juni 2021 den raschen Ausbau der erneuerbaren Energien. „Um die internationalen Klimaziele in Bayern zu erreichen ist ein rascher Ausbau der erneuerbaren Energien notwendig. Photovoltaik-Anlagen – auf dem Dach und im Freiland – sind neben der Windkraft das zentrale Element einer zukunftsfähigen Energieversorgung. Bayern ist für die Nutzung der Sonnenenergie sehr gut geeignet. Der BUND Naturschutz (BN) strebt daher nach seinem Energiekonzept mit dem Ziel „Bayern 100 Prozent erneuerbar“ bis 2040 das Fünffache der aktuell in Bayern installierten Photovoltaikleistung an“ heißt es in dem Papier.

Vor kurzem besuchte das Mindelheimer Energieteam auch die Gemeinde Fuchstal im Landkreis Landsberg am Lech. Fuchstal ist bereits jetzt Vorreiter in Sachen Klimaschutz. Die Gemeinde betreibt vier Windrädern und mehreren Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Drei weitere Windräder sind in der Planung. Unterstützt durch Fördergelder wurden zuletzt ein Wärmespeicher und ein Stromspeicher errichtet, um überschüssigen Strom zu speichern. Außerdem baute die Gemeinde ein Nahwärmenetz, das von einer privaten Biogasanlage gespeist wird.

Die Erkenntnisse, die das Energieteam aus der Sitzung mit dem Bund Naturschutz und dem Besuch in Fuchstal gewonnen hat, bekräftigten die Mitglieder darin, dass der Bau einer Photovoltaik-Freifläche im Gleisdreieck ein naturverträglicher, ökologisch und ökonomisch sinnvoller Weg ist. Mit der Gründung einer Energiegenossenschaft wird der Weg für Mindelheimer Bürgerinnen und Bürger frei gemacht, sich an einer ökologischen Energiewende zu beteiligen. Zudem erfährt die Fläche eine ökologische Aufwertung und eine biologische Regeneration durch die Bodenruhe.